Tipps zur Energetischen Sanierung

Energieeffizient modernisieren!

Wie sinnvoll energetische Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand sind, wird z. T. in Frage gestellt. Dass sich der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser durch Verbesserung der Energieeffizienz einsparen lässt, ist unumstritten. Strittig ist jedoch, wann sich die Aufwendungen durch verminderte Energiekosten amortisieren. Zur Verunsicherung tragen vereinzelte Berichte über mögliche Brandgefahr, Schimmelbildung in Räumen oder Algenbildung auf Fassaden bei.

Fakt ist:

  • der Energieverbrauch wird durch energetische Modernisierung gesenkt
  • durch Wärmedämmung erfolgt weniger Schimmelpilzbildung

Energiesparende Modernisierungen sind fachgerecht zu planen und auszuführen. Im Rahmen einer qualifizierten Beratung ist eine ganzheitliche Betrachtung der Gebäudehülle und Anlagentechnik erforderlich, um die Wirtschaftlichkeit einer energiesparenden Dämmmaßnahme zu erreichen. Die verwendeten Dämmstoffe weisen eine positive CO2-Bilanz über die Nutzungsdauer auf und tragen zur Verbesserung des Wohnkomforts bei. Sie sichern und steigern den Wert der Immobilie, so dass sie bewohnbar bzw. vermietbar bleibt. Langfristig hilft dies, Ressourcen zu schonen sowie die Versorgung und Bezahlbarkeit von Energie zu sichern und somit Vorsorge für die Zukunft zu treffen.

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Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung beschreibt das gesetzlich vorgeschriebene Maß des Energiebedarfs von Neubauten und bei der Modernisierung bestehender Gebäude.

Seit 1977, der ersten Wärmeschutzverordnung, wurde der bauliche Wärmeschutz der Gebäude stetig verbessert. Die Anforderungen wurden mit der zweiten Wärmeschutzverordnung 1984 und der dritten Wärmeschutzverordnung 1995 entsprechend angehoben. Seit 2002 sind die Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung zur Energieeinsparverordnung zusammengeführt worden. Damit wurde ein Energiebilanzverfahren eingeführt, mit dem der rechnerische Energiebedarf unter Berücksichtigung der Gebäudehülle und der Anlagentechnik ermittelt wird.

Mit der Energieeinsparverordnung 2007 wurde der Gebäudeenergieausweis eingeführt. Die Energieeinsparverordnung 2009 hat die Anforderungen an den Primär-Energiebedarf um 30 % verschärft. Eine weitere Verschärfung erfolgt zum 1. Januar 2016 auf der Grundlage der EnEV 2014. Danach wird die Anforderung an den Primärenergiebedarf um weitere 25 % reduziert. Damit verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Energieeffizienz zu verbessern, d.h. den Energiebedarf zu reduzieren, die Ressourcen zu schonen und die Abhängigkeit von Energierohstoffen aus dem Ausland zu verringern. Diese 25 %ige Verschärfung der Anforderungen ist aus unserer Sicht zwar ambitioniert, aber technisch und wirtschaftlich umsetzbar.
Ab 2021 wird das Niedrigstenergiegebäude (Nahe-Null-Energiegebäude) auf der Grundlage der EU-Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie eingeführt. Die Anforderungen für diesen Gebäudestandard sind noch nicht definiert. Wir fordern daher Planungssicherheit für Bauherren und die Festlegung der Standards für Niedrigstenergiegebäude bis 2017.

Um den Energiebedarf eines Gebäudes zu minimieren leistet die Gebäudehülle den entscheidenden Ansatz durch eine optimale Wärmedämmung. Die Gebäudehülle ist der langlebigste Teil des Gebäudes und unterliegt daher wesentlich größeren Instandhaltungs- und Sanierungsintervallen, als dies bei der Anlagentechnik der Fall ist.

> Merkblatt zur EnEV 2014

KfW-Fördermöglichkeiten

Die KfW fördert zahlreiche Maßnahmen zur Energieeinsparmaßnahmen. Weitere Infos finden Sie hier.

 

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