Berichte & Analysen

Saarländisches Baugewerbe mit Umsatzplus im 1. Halbjahr 2019  

Das saarländische Baugewerbe schloss das erste Halbjahr 2019 mit einem Umsatzplus von 9,5 Prozent auf 648 Mio. Euro ab. Dabei liefen die Entwicklungen im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe unterschiedlich. Während das Ausbaugewerbe ein deutliches Plus von 34 Prozent auswies, blieben die Ergebnisse im Bauhauptgewerbe auf Vorjahresniveau. 

Das Bauhauptgewerbe erzielte in der ersten Jahreshälfte einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 423 Mio. Euro. Dabei konnte der Hochbau mit einer Steigerung um 2,2 Prozent auf 223 Mio. Euro die um 2,5 Prozent rückläufige Entwicklung im Tiefbau ausgleichen.  

Im „gewerblichen Bau“ wurden 152 Mio. Euro abgerechnet, was einem Minus von 8,9 Prozent entspricht. Hier blieben der gewerbliche Hochbau sowie der Tiefbau um 6,1 Prozent bzw. 14,7 Prozent unter den Vorjahreswerten. Dagegen konnten die Erlöse im „Wohnungsbau“ um 21,2 Prozent auf 85 Mio. Euro erhöht werden. 

Der „öffentliche und Straßenbau“ setzte 185 Mio. Euro um und hielt das Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum. Im Straßenbau wurden 71 Mio. Euro abgerechnet, was einem Minus von 5,2 Prozent entspricht. Mit öffentlichen Auftraggebern wurden 32 Mio. Euro abgerechnet und damit 9,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 82 Mio. Euro liefen die Geschäfte im „sonstigen Tiefbau“ um 9,3 Prozent besser. 

Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, liefen die Geschäfte im Ausbaugewerbe deutlich besser. Die Umsätze stiegen in der ersten Jahreshälfte um 34,1 Prozent auf 218 Mio. Euro, nachdem sie im Vorjahr durch Sondereinflüsse stark zurückgegangen waren.

Einfamilienhäuser sehr gefragt  

Von Januar bis Mai 2019 haben die saarländischen Bauaufsichtsbehörden den Neubau von 421 Wohngebäuden mit insgesamt 750 Wohnungen genehmigt. Nach Auskunft des Statistischen Amtes des Saarlandes erhöhte sich dabei die Nachfrage nach Einfamilienhäusern gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um ein Fünftel. Die Zahl der Genehmigungen für neue Wohnungen ging dagegen um 15,0 Prozent zurück.

Von den 421 Wohngebäuden sind 342 als Einfamilien- und 29 als Zweifamilienhäuser mit insgesamt 400 Wohnungen vorgesehen. Während sich das Einfamilienhaus im Betrachtungszeitraum großer Beliebtheit erfreute, fiel das Interesse am Zweifamilienhaus deutlich geringer aus. Insgesamt überstieg die Wohnungszahl in beiden Gebäudetypen den Vorjahreswert um 3,9 Prozent. In weiteren 50 Mehrfamilienhäusern sind 350 Wohnungen vorgesehen, was einem Minus von 29,6 Prozent entspricht.

Die durchschnittlichen Kosten für ein Einfamilienhaus mit 161 Quadratmetern Wohnfläche wurden zum Genehmigungszeitpunkt mit 297 000 Euro veranschlagt. Für eine Wohnung im Mehrfamilienhaus waren 133 000 Euro einzuplanen. Die Wohnungsgröße beträgt hier im Durchschnitt 81 Quadratmeter.

Quelle:  Statistisches Landesamt 

 

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